Tiefe Entspannungs-Meditation

Eine tiefe Entspannungsmeditation, die den Körper mit Stille erfüllt

(Aus dem Buch „who dies“ von Stephen Levine)

Begib dich in eine bequeme Position, so dass du gut entspannen kannst.
Atme einige Male ruhig ein und aus.

Richte deine Aufmerksamkeit auf den Scheitelpunkt deines Kopfes.
Lass den Geist zur Ruhe kommen, damit du die in ihm aufkommende Empfindungen gut wahrnehmen kannst.

Was fühlst Du – ein Kribbeln? Wärme? Fülle? Härte? Was auch immer in dir aufkommen mag, lass es vollständig in dein Bewusstsein treten. Es wird von einem ruhigen, offenen Geist aufgenommen.

Wenn sich Empfindungen bemerkbar machen, dann achte auf dieses Gefühl sanfter Gegenwart, worauf auch immer das Gewahrsein gerichtet ist. Beginne allmählich, das Gewahrsein hinunter in den Körper zu lenken.

Spüre die Empfindungen in den Muskeln und Geweben des Gesichtes. Gewahrsein und Wärme lassen jeden Teil des Körpers, in den sie eindringen, weicher werden.

Lenke die Aufmerksamkeit, dieses Gefühl der Präsenz, durch das ganze Gesicht. Lass es zu, dass sich alle Spannungen vom Bereich hinter den Ohren her lösen.

Entspanne alle Muskeln im Bereich der Augen. Lass alle Verklammerung zerfließen. Nimm wahr, dass du vielleicht etwas zu sehen „versuchst“, und entspanne die Augen.

Gehe in den Kieferbereich hinunter. Lass die Spannung aus ihm herausfließen. Das ganze Gesicht wird vollkommen weich und entspannt.

Lenke die Aufmerksamkeit weiter hinunter in die Kehle und in den Hals. Du fühlst die Knorpel, die Muskeln. Augenblick für Augenblick bilden sich Empfindungen in weicher Offenheit.

In jedem Bereich, dessen Empfindungen wahrgenommen werden, löst sich die Spannung auf. Jede Empfindung entspannt diesen Bereich und öffnet ihn.

Die Schultern – die Knochen, Sehnen und die Muskeln – alles entspannt sich.

Du brauchst nichts festzuhalten. Du brauchst nichts hervorzurufen. Spüre einfach die Weichheit und Leichtigkeit in den Schultern. Sie sind vollkommen entspannt. Alle Spannungen, alle Verklammerungen lösen sich auf.

Lenke die Aufmerksamkeit langsam in die Arme hinunter. Fühle die Strömung in den Händen, die aus jedem einzelnen Finger hinausfließt und alle Spannungen in den Schultern, Armen, Handgelenken und Fingern abfließen lässt.

Fühle den Unterleib – die Brust – den Rumpf. Spüre die Empfindungen in ihrem Inneren. Jedes Organ, das von Gewahrsein durchdrungen wird, wird weich. Der Magen entspannt sich – die gesamte Körpermitte entspannt sich. Die Lungen atmen frei und leicht. Ganz von selbst. Du löst dich von allen Verklammerungen in der Brust und im Oberkörper.

Der Atem atmet sich selbst. Im offenen, warmen Gewahrsein. Es gibt nichts, was du festhalten musst. Nichts, was du verdrängen musst. Nur Gewahrsein, das Empfindungen in sich aufnimmt. Augenblick für Augenblick. In einer warmen Stille.

Fühle den Rücken. Lenke die Aufmerksamkeit langsam die Wirbelsäule hinunter. Wirbel für Wirbel entspannt sich. Alle Spannungen, alle Verklammerungen werden weich und zerfließen. Nur die Empfindung bleibt zurück – Augenblick für Augenblick lösen sich alle Spannungen, alle Widerstände, alle Verklammerungen im Körper und in den Muskeln. Alles entspannt sich.

Bewege das Gewahrsein langsam weiter durch den Körper. Durch das Kreuz. Durch das Gesäß. Alles ist vollkommen entspannt.

Richte deine Aufmerksamkeit auf den After. Wenn du dort eine Anspannung fühlst, löse sie. Lass alle Verhärtungen los. Entspanne das Becken völlig.

Fühle die Oberschenkel. Spürst du irgendeine Verhärtung? Lass die Muskeln mit dem Körper verschmelzen. Jeder Moment der Empfindung löst einen Augenblick der Anspannung auf. Die Weichheit breitet sich aus, dringt immer tiefer.

Die Knie. Ist da irgendein Gefühl von Steifheit? Lass es los.
Die Unterschenkel, die Fußknöchel.

Lass das Gewahrsein in jeden Körperteil eindringen, bis in die Zehenspitzen hinunter.
Fühle deine Fußsohlen. Das Kribbeln, das Vibrieren. Jeder Augenblick macht den Körper weicher und weicher.

Lenke das Gewahrsein von Zehe zu Zehe. Bei den großen Zehen fängst du an. Dann kommt die nächste. Und die nächste. Fühle den Strom, der aus jeder Zehe fließt. Der ganze Körper ist weich und offen.

Beginnend bei den Zehen, den Fußsohlen und den Knöcheln wird der ganze Körper von einer sanften Stille erfüllt.

Sie steigt durch die Waden. Durch die Knie. Jeder Körperteil wird von Stille erfüllt. Von einer unbeschreiblichen Stille. Jeder Muskel entspannt sich. Sogar die Knochen scheinen weich zu werden in dieser Stille, in diesem Raum.

Sie steigt durch die Hüften. Eine tiefe Stille. Offenheit.
Durch den Magen. Eine Ruhe, die jedes Organ durchdringt.

Die Brust. Sie atmet in ihrem eigenen Rhythmus. Stille erfüllt die Lungen. Das Herz ist von tiefer Stille umfangen.

Tiefe Ruhe dringt in die Wirbelsäule ein. Es ist ein tiefes Gefühl von Frieden und Entspannung. Empfindungen fließen in der Stille vorüber.

Ruhe strömt in die Arme und in die Schultern. In die Ellenbogen und in die Hände. Stille erfüllt den Körper. Beruhigt die Seele.

Im Hals. Im Kinn. In der Kehle. Ruhe. Stille. Offenheit.
Allmählich erfüllt die Stille den ganzen Bereich hinter dem Gesicht. So besteht das ganze Gesicht – Augen, Mund, Ohren – nur noch aus Empfindungen, die in der Stille dahinfließen.

Die Stille erfüllt den Körper bis hinauf zum Scheitelpunkt des Kopfes.
Der Körper ist ruhig. Nachgiebig. Still.
Lass das Gewahrsein nun durch den Körper schweben und jede einzelne Zelle mit Wärme und Geduld erfüllen. Lass es jeden Muskelstrang, jede Schicht deines Fleisches durchtränken. Die Sehnen, die Gewebe, der ganze Körper geht in Stille und Wärme auf. Der ganze Körper ist von Ruhe erfüllt. Von einer weiten und tiefen Entspannung.

Lass dich von dieser Stille einhüllen. Ruhe ganz sanft in dieser Stille – solange du magst.

Meditation-zur-Entspannung

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